Bundesweite Studie: Unternehmen könnten Mitarbeitern 700 Millionen Euro sparen

Einsparpotenzial von 1,1 Mio. Tonnen CO2 durch Förderung von Fahrgemeinschaften im Unternehmen – Fehlende Flexibilität statischer Lösungen größter Hemmschuh

Ludwigshafen, 19. Juni 2012 – Allein durch die Förderung von Fahrgemeinschaften im Unternehmen würden die 20 Millionen KFZ-Berufspendler in Deutschland um 711 Millionen Euro im Jahr entlastet werden. Der Umwelt blieben 1,1 Millionen Tonnen CO2 erspart. Das ergibt eine bundesweite Studie zum Status des Mobilitätsmanagements im Auftrag der Mitfahrzentrale flinc (http://flinc.org), unterstützt vom Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz. Wirtschaftsministerin Eveline Lemke fordert Unternehmen wie Mitarbeiter deshalb zum Handeln auf.

Wenig verwunderlich, dass betriebliches Mobilitätsmanagement für Unternehmen ein wichtiges Thema ist: In 70 Prozent der Unternehmen wurden in den vergangenen zwei Jahren neue Initiativen gestartet. Neben den Kosten und dem Umweltaspekt sind es vor allem die Parkplatz- und Verkehrsprobleme sowie die schlechte ÖPNV-Anbindung, die Unternehmen dazu veranlassen, sich Gedanken über den Arbeitsweg ihrer Mitarbeiter zu machen.


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Pendler-Plattformen müssen flexibel sein
Die Untersuchung von 57 Unternehmen mit insgesamt mehr als 300.000 Mitarbeitern zeigt, dass der Anteil der gemeinsam pendelnden Mitarbeiter von durchschnittlich fünf auf zwölf Prozent steigt, wenn das Unternehmen betriebliche Lösungen für die Mobilität der Mitarbeiter hat, z.B. eine Plattform im Intranet oder eine spezielle Software. Entscheidend für den Erfolg ist dabei die Flexibilität der Lösung. In 57 Prozent der Unternehmen sind bereits Projekte gescheitert, die zu wenig flexibel waren für die modernen Arbeitszeitmodelle und die Anforderungen im Unternehmensalltag.

Parkplätze: Teure Mangelware
Fast 19 Kilometer ist der durchschnittliche einfache Arbeitsweg eines Pendlers. Ist sein Unternehmen auf dem Land angesiedelt, ist er im Schnitt fast doppelt so weit (32 Kilometer) unterwegs. Doch danach hat der Stress noch kein Ende: Um jeden Parkplatz, den die Unternehmen zur Verfügung stellen, streiten sich jeden Morgen sieben Mitarbeiter mit ihren Autos. Besonders in Innenstadtlagen ist die Situation kritisch. Der Mangel an Parkplätzen mag auch an den hohen Bau- und Unterhaltskosten liegen: Nach anderen Studien kostet allein der Unterhalt eines ebenerdigen Parkplatzes 950 Euro im Jahr, im Parkhaus werden jährlich 1.450 Euro je Stellplatz fällig.

„Potenzial nicht ausgeschöpft“
„Steigende Benzinpreise bereiten den Berufspendlern wie der Wirtschaft zunehmend Sorgen“, stellt Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung des Landes Rheinland-Pfalz, fest. Die von der Ludwigshafener flinc AG vorgelegte Unternehmensstudie mache deutlich, dass viele Betriebe das Potenzial zur Senkung ihrer Mobilitätskosten nicht ausgeschöpft haben. Und sie zeige, dass „betriebliches Mobilitätsmanagement helfen kann, die finanzielle Belastung der Unternehmen wie ihrer Mitarbeiter, aber auch die Umweltbelastung zu verringern.“ Deshalb wünscht sich die Ministerin, „dass Unternehmen wie Berufspendler die richtigen Schlüsse für sich aus dieser Studie ziehen.“

Unternehmen haben Mobilitätsmanagement im Blick
Über die Hälfte der Unternehmen hat bereits Maßnahmen zum Mobilitätsmanagement getroffen. Meist sind sie in den Personalabteilungen verankert. Jobtickets, Förderung von Fahrrädern und Fahrgemeinschaften sind die wichtigsten Maßnahmen. Die Motivation der Unternehmen: 64 Prozent nennen die CO2-Einsparung, gefolgt von der Kostenentlastung der Mitarbeiter (57 %). Parkraummangel und die schlechte Erreichbarkeit sind mit je 36 Prozent ebenfalls wichtige Treiber.

Mehr Infos zur Studie: http://flinc.org/corporate_study.

Wie flinc funktioniert
flinc, das clevere Mobilitätsnetzwerk, vermittelt Mitfahrgelegenheiten in Echtzeit. Das internetbasierte System für Smartphones (iOS, Android) und PCs ist zudem in das NAVIGON Navigationssystem sowie die Bosch Navigation App für iPhone und iPad integriert. flinc analysiert Fahrtrouten in Echtzeit und bringt Fahrer und potentielle Mitfahrer vollautomatisch zusammen.
Umständliche Abstimmungsprozesse und das Vereinbaren von Treffpunkten entfallen, die Personalisierung im Netzwerk schafft die notwendige Vertrauensbasis. Fahrer und Mitfahrer sind übereinander informiert und bewerten sich nach der Fahrt gegenseitig. Da Gesuche und Angebote unverbindlich sind, muss der Fahrer nicht jeden Mitfahrervorschlag, der Mitfahrer nicht jeden Fahrervorschlag akzeptieren.
Die wichtigsten Unterschiede zu herkömmlichen Mitfahrzentralen in der Übersicht: www.flinc.org/pages/features.
Für Unternehmen bietet flinc spezielle Lösungen und Pakete an: www.flinc.org/corporate.

Über die flinc AG
Die clevere Mitfahrzentrale flinc ist im Juli 2011 als erstes Social Mobility Network gestartet. Die Vision von flinc ist ein individuelles, intelligentes Verkehrsnetzwerk, in dem Menschen flexibel, nachhaltig und verantwortungsvoll Zugriff auf die Ressource Mobilität haben. Mehr als 70.000 flincer sind bundesweit bei regelmäßigen, geplanten oder spontanen Fahrten mit flinc flexibel mobil. Das in Ludwigshafen ansässige Unternehmen kooperiert mit NAVIGON und Bosch und ist als weltweit einziger Mitfahrservice in deren mobile Navigationslösungen integriert. Als Vorreiter der vernetzten Mobilität ist flinc in allen DriveNow Fahrzeugen als Zusatzdienst verfügbar.
Zudem bietet flinc Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen für betriebliche Fahrgemeinschaften.
flinc ist „Gartner Cool Vendor 2012“ in der Kategorie „Smart City Applications“. Als Cool Vendor zeichnet Gartner, eines der weltweit führenden Martktforschungsunternehmen, jährlich besonders richtungsweisende, zukunftsträchtige und innovative Unternehmen aus.

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Autor: stefan