Initiative 2proAuto gewinnt Klimaschutz-Wettbewerb

Stadt Frankfurt setzt Zeichen für gemeinsames Fahren

Mit dem „Masterplan 100% Klimaschutz“ hat sich die Stadt Frankfurt das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2050 gegenüber 1990 um mindestens 95 Prozent zu reduzieren. Der regionale „Ideenwettbewerb Klimaschutz“ soll in diesem Rahmen innovative Zukunftsideen fördern.

Unternehmen und Bürger wurden eingeladen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Der Fokus lag dabei auf den Themenfeldern Mobilität, Gebäude und Energiesysteme.

2proAuto setzt sich mit innovativer Idee durch

Im Bereich Mobilität konnte das Darmstädter Start-Up flinc GmbH die Fachjury mit der Initiative 2proAuto überzeugen. Das Ziel der Initiative ist es, Fahrgemeinschaften auf der Kurzstrecke zu fördern und damit einen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase zu leisten.

„Die Initiative baut auf Synergieeffekte“, betont Martin Patri, Koordinator der Initiative bei flinc. „Mit 2proAuto bringen wir verschiedene Akteure aus unterschiedlichen Sparten, wie Kommunen, Unternehmen oder Verkehrsanbieter, zusammen.“

Eine einfache Rechnung zeigt, wie groß das Potential des gemeinsamen Fahrens ist: Wenn nur 10% der Pendler ihr Auto stehen lassen würden, so wären das täglich über 32.000 Autos weniger im Frankfurter Raum.

Verhaltensmuster durchbrechen

Um dieses Ziel zu erreichen, ist die passende Technik alleine nicht ausreichend. Mitfahren muss als etablierte Mobilitätsform auch auf kürzeren Strecken im Alltag wahrgenommen werden. Derzeit verliert das Auto seinen Wert als Statussymbol; es ist und bleibt aber das am stärksten genutzte Fortbewegungsmittel.

Studien belegen, dass die Bereitschaft für Sharing, insbesondere für Ridesharing, enorm ist: Laut einer Emnid-Umfrage können sich 72 Prozent der Deutschen prinzipiell vorstellen, eine Mitfahrgelegenheit zu nutzen. Mit dem Preisgeld aus dem Ideenwettbewerb plant das Darmstädter Unternehmen deshalb eine Kommunikationskampagne, um dieses Potential zu aktivieren.

„Die Mitfahrmöglichkeit soll eine verlässliche Form der Mobilität werden“, sagt Martin Patri. „Dafür benötigt es die breite Masse. Hier ist noch Überzeugungsarbeit zu leisten, was wir im Rahmen von 2proAuto tun.“

Mehr Informationen zur Initiative findet man auf www.2proAuto.de.

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Autor: Sabine Plomer