Donnersbergkreis fördert flexiblere Mobilität für Bürger

Nach dem Schwarzwald-Baar-Kreis und Spessart-Regional im Main-Kinzig Kreis setzt auch der Donnersbergkreis auf das gemeinsame Fahren: Ab sofort wird der öffentliche Nahverkehr mit privaten Mitfahrangeboten der Mitfahr-App flinc kombiniert. Ziel der Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis, dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), der DB Regio AG und flinc ist es, ein besseres und flexibleres Mobilitätsangebot in der Region einzuführen.

„Es geht darum, Mobilitätsangebote miteinander zu verknüpfen“, so Hans Egon Link, Geschäftsführer der Omnibusverkehr Rhein-Nahe GmbH (ORN). Auf www.flinc.de/donnersberg können Autofahrer potentiellen Mitfahrern ganz einfach und kostenfrei ihre Strecke anbieten. Mitfahrer geben ihren Start- und Zielpunkt auf flinc ein und finden direkt mögliche Fahrer – auch auf Teilstrecken. Zusätzlich zu den auf flinc angebotenen Fahrten werden Nutzern auf der Plattform auch die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs aus dem Donnersbergkreis angezeigt. So finden Nutzer alle Mobilitätsangebote direkt auf einen Blick. Entsprechende Modelle haben sich in den letzten zwölf Monaten bereits im Schwarzwald-Baar-Kreis, im Landkreis Offenbach und im Spessart bewährt.

Laut Link habe man sich den Donnersbergkreis nicht ohne Grund ausgesucht. Denn besonders in ländlichen Gebieten ist Mobilität immer noch ein Problem, vor allem die letzte Meile vom Bahnhof nach Hause ist für viele Bürger eine Herausforderung. Mitfahrer überzeugt flinc durch die Punkte Zeitersparnis und Komfort. Fahrer nutzen flinc an erster Stelle, um ihre Spritkosten zu refinanzieren. Gemeinsames Ziel der Kooperationspartner ist es, durch die Verknüpfung des ÖPNV-Angebotes des Donnersbergkreises und privaten Fahrtangeboten die Mobilität im Landkreis zu verbessern und damit auch das vom Landkreis mitfinanzierte ÖPNV-Angebot insgesamt besser auszulasten.

Für den Geschäftsführer der ORN bieten die Vertrauensgruppen einen besonderen Vorteil von flinc. „So können Familien miteinander einen Vertrauenskreis bilden und dann guten Gewissens ihre Kinder mit den anderen Teilnehmern zum Sporttraining schicken“, erklärt Link.

„Damit ein Mitfahrnetzwerk Erfolg hat, muss ein ausreichend großes Fahrtangebot vorhanden sein. Mit dem Donnersbergkreis und dem öffentlichen Nahverkehr können wir dieses Angebot nun sukzessive aufbauen“, erklärt Benjamin Kirschner, Mitgründer von flinc.

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Autor: Sabine Plomer