Gemeinde Roßdorf trägt zur nachhaltigen Veränderung der Mobilität bei

Netzwerk wächst auf 30 Partner / Initiative 2proAuto zeigt erste positive Wirkungen

Gemeinsam zur Arbeit pendeln funktioniert nicht immer – zumindest war das früher so. Moderne Apps – wie die von flinc – konzentrieren sich auf die Bedürfnisse von
Pendlern auf der Kurz- und Mittelstrecke. Besonderheiten wie das Anlegen von regelmäßigen Fahrten, aber auch die Live-Position oder die Verknüpfung mit dem
ÖPNV sind Eigenschaften, die ein gemeinsames Fahren im Auto leicht und bequem machen.

Kein Fortschritt ohne Bewusstseinsveränderung

Die Verkehrsprobleme auf deutschen Straßen könnten sich dank solch technischer Fortschritte von heute auf morgen auflösen. Das fehlende Puzzlestück ist das gesellschaftliche Bewusstsein, dass man seinen freien Sitzplatz überhaupt anbieten kann oder – anstatt alleine unterwegs zu sein – als Mitfahrer ans Ziel kommen
kann.

Dieses Bewusstsein zu schaffen, ist der erste Schritt hin zu einer nachhaltigen Mobilität und das Ziel der Initiative 2proAuto. Die vom Energiereferat für Klimaschutz ausgezeichnete Initiative baut dabei auf ein namhaftes Netzwerk an Partnern aus der Rhein-Main-Region. Gemeinsame Aktionen und Kommunikation der Partner stehen dabei im Fokus der Initiative.

Neuester Partner ist die Gemeinde Roßdorf. „Die Gemeinde Roßdorf unterstützt als von der IHK RheinMain Darmstadt im Jahr 2015 zertifizierte Gemeinde für das betriebliche Mobilitätsmanagement die fortschrittliche und nachhaltige Initiative „2proAuto“, wie bereits einige andere Städte und Gemeinden im Rhein-Main Gebiet,
z.B. Babenhausen, Griesheim, Dieburg, Darmstadt, Dietzenbach, Dreieichenhain, Langen, Kelsterbach und Maintal. Wir wollen unsere Bevölkerung über die Ziele
und Inhalte der Initiative informieren und sehen uns hierbei in einer Vorreiterrolle.“, sagt Christel Sprößler, Bürgermeisterin von Roßdorf. Im Rahmen der Partnerschaft hat sich die Gemeinde dazu entschlossen, das Thema Ridesharing stärker ins gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken.

Erste Auswirkungen spürbar

Seit Beginn im Dezember 2015 wächst die Initiative im Schnitt um einen Partner pro Woche. „Es ist erstaunlich, wie wenig Menschen an die Möglichkeit denken, auf ihrer täglichen Fahrt zur Arbeit jemanden mitzunehmen, der die ähnliche Strecke zur gleichen Uhrzeit hat“, berichtet Martin Patri, Koordinator der Initiative. „Spricht man mit diesen Personen, zeigt ihnen die vorhandenen technischen Möglichkeiten und erklärt, welche positiven Effekte sich erzielen lassen, sind die meisten sofort bereit, es auszuprobieren.“

Bereits nach sieben Monaten sind erste Folgen spürbar. flinc konnte beispielsweise auf seiner Plattform ein stärkeres Mitgliederwachstum und mehr Aktivität im Rhein-
Main-Gebiet verzeichnen als in anderen Regionen Deutschlands. „Mit jedem neuen Partner steigt die Aufmerksamkeit für das Thema und das Potential für Ridesharing.
Unser Ziel ist es, den Autoverkehr zu halbieren. Wann dieses Ziel erreicht ist, wird man dann erkennen, wenn in jedem Auto mindestens zwei Personen sitzen und es keine Staus mehr gibt“, resümiert Martin Patri.

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Autor: Sabine Plomer